Archiv des Autors: Alina

Als letzte Station in Europa stand Athen auf dem Plan. Von Thessaloniki aus sind wir zunächst mit dem Bus und dann mit dem Zug recht komfortabel dort angekommen. Zur Freude der Kinder konnten wir unterwegs sogar den Olymp sehen. In Athen selber hatten wir eine kleine, aber sehr gut gelegene Ferienwohnung, so dass wir uns am nächsten Tag auf den Weg machen konnten um die Stadt zu entdecken. Zunächst sind wir nur langsam spaziert und haben uns das Olympieion angeschaut. Mit der Athen-Museums Card konnten wir eine Art Sammelticket für mehrere antike Ausgrabungsstätten erwerben und somit auch etwas weniger bekannte Orte sehen. Die Ausgrabungsstätten liegen in Athen im Zentrum verteilt. Mitten zwischen der modernen Bebauung eröffnet sich unversehens eine Freifläche mit Säulen, Bögen etc. und man ist mitten drin im antiken Geschehen. Das Olympieion, der Tempel des olympischen Zeus, mit den grünen Papageien, die überall in der Innenstadt in den…

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Nun habe ich seit einer Weile schon keinen neuen Beitrag mehr geschrieben. Das lag einerseits daran, dass wir in den letzten zwei Wochen unseren „Umzug“ vom Camper zum Rucksack bewerkstelligen mussten und andererseits an einem, wenn auch unfreiwilligen, Kennenlernen des griechischen Gesundheitssystems. Dieses hat, zumindest in den Teilen und bei den Kollegen, die wir kennengelernt haben, sehr gut und erstaunlich zügig und unkompliziert funktioniert. Wenn nun auch noch die Versicherung trägt, bin ich vollkommen zufrieden. Zum Glück sind alle auch wieder (fast) vollständig fit und wir nun eben mit einem Blinddarm weniger und einer Glutenunverträglichkeit mehr unterwegs. Wir haben heute schon überlegt, ob wir in einer neuen Kategorie glutenfreie Restaurants und Bäckereien around the World empfehlen….Mal sehen, was wir noch alles entdecken. Herausfordernd war es auf jeden Fall das Gepäck so zusammenzupacken, dass von allen Sachen aus dem Camper letztlich nur zwei große und fünf kleine Rucksäcke übrig geblieben sind…plus…

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In den letzten Tagen haben wir es sightseeingtechnisch etwas ruhiger angehen lassen. Einerseits, weil wir in diesem Teil der Türkei schon einiges gesehen haben, andererseits weil die Menge an Eindrücken ja auch irgendwann mal sacken muss. Außerdem merkt man den Mädchen an, dass es Zeit für die Herbstferien wird. Die morgendliche Motivation sich an Matheaufgaben zu setzen tendiert gegen Null und fordert dann auch von uns Großen Geduld und Entertainmenttalent. Eine willkommene Abwechslung hatten die Kinder deshalb auf dem Campingplatz von Ayşe und ihrem Mann in der Nähe von Küçükkuyu. Beide kommen aus Hamburg und betreiben seit einigen Jahren im Sommer auf dem Land ihrer Familie einen kleinen Campingplatz. Generell darf man in der Türkei wildcampen/freistehen. Das heißt, so lange das Parken nicht ausdrücklich verboten oder das Land Privateigentum ist, darf man überall stehen bleiben und seine Stühle aufstellen. Das nutzen wir, wie auch ganz viele türkische Familien, so viel…

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Als wir unsere Reiseroute planten schauten wir mit den Mädchen unter anderem eine Folge der Serie „Checker Tobi“, in der der Moderator die Türkei bereist. Eine Station seiner Reise war eine Schildkrötenrettungsstation im Südwesten der Türkei. Nach kleiner Recherche war klar, dass es sich um die Station DEKAMER am ‚Turtle Beach von Iztuzu handeln muss. Damit war, vor allem für Charlotte, eines der Reiseziele gesetzt. Im östlichen Mittelmeer gibt es drei Sorten Meeresschildkröten: Grüne Meeresschildkröten, unechte Karettschildkröten und Lederschildkröten. Sowohl die grünen Meereschildkröten, als auch die unechte Karettschildkröte haben ihre Brutstrände an der türkischen Südwesteküste. Dabei kehren die weiblichen Meeresschildkröten zur Eiablage immer wieder an den Strand zurück, an dem sie selbst geschlüpft sind. In freier Wildbahn werden Karettschildkröten im Alter zwischen 20 und 35 Jahren geschlechtsreif und nur ca. 3 von 1000 geschlüpften Jungschildkröten erreichen dieses Alter. Viele werden schon als wenige Zentimeter große Babys von Fressfeinden gefressen, aber…

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Auf unserem Weg von Zentralanatolien nach Westen sind wir zunächst am Tuz Gölü vorbeigefahren. Dies ist der zweitgrößte Salzsee des Landes und hat(te)eine Fläche von 1500km², ca.70% des türkischen Salzes werden hier gewonnen. Der See hat keinen natürlichen Abfluss und wird aus Niederschlägen und Grundwasser gespeist. Da in den letzten Dürrejahren mehr und mehr Wasser für die Landwirtschaft herausgezogen wurde, aber nichts von oben nachkam, ist der See heute nahezu ausgetrocknet. Das hat auch zum Aussterben/Wegzug der bis dahin größten Flamingopopulation des Landes geführt. Traurig zu sehen, wie wenig wir Menschen, trotz allen Wissens, auch im Jahr 2023 aus unseren Fehlern lernen. Das führt allerdings nicht dazu, dass das Marketing am See sich verändert…Wir waren zunächst unsicher, ob wir dies durch unseren Besuch unterstützen wollen. Wir haben uns letztlich dafür entschieden, weil wir dachten, dass es ein eindrucksvolles Beispiel für die Mädchen sein kann zu sehen was passiert, wenn wir…

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Nachdem wir die georgisch-türkische Grenze vor einigen Tagen in rekordverdächtigen 55min überquert hatten, lagen auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel viele Kilometer Straße vor uns. Wir hatten uns diesmal bewusst für den zweiten Grenzübergang, abseits des schwarzen Meeres entschieden. Wir hofften auf eine abwechslungsreiche Strecke und wurden belohnt. Was wir nicht erwartet, oder einfach auch nicht nachgeschaut hatten war, dass uns der Weg in Ostanatolien erstmal reichlich bergauf führen würde. Drei Pässe, mit gut über 2000m ü.n.N. verlangten unserem Auto reichlich Sprit und uns Geduld ab. Und so wie unsere Fahrtrichtung das erste Mal richtig gen Westen drehte, erinnerte auch die Landschaft an den „wilden Westen“ des amerikanischen Kontinents: Große Weite, breite Straßen, hohe Berge und ganz viel trockenes Land. Sogar die Felsen der „painted desert“ haben wir „wiedergefunden“. Die Bebauung sieht allerdings ganz anders aus. Anders als im echten wilden Westen gibt es hier auch noch häufig Kühe…

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In der letzten Woche sind wir ostwärts gefahren um einen Eindruck vom Georgien abseits des Kaukasus und der Berge zu bekommen. Die Ebene in Richtung der Hauptstadt Tbilissi ist von Landwirtschaft geprägt. Hier scheinbar nicht nur für den Eigenbedarf, sondern auch zum Verkauf. Dementsprechend waren auch etwas weniger Kühe auf den Straßen. Wir haben tatsächlich mal eine eingezäunte Weide gesehen! In Kutaissi, Georgiens drittgrößter Stadt, haben wir unseren ersten Halt gemacht. Auch hier wird viel gebaut, sowohl auf den Straßen ,als auch in den Häusern. Überall in den Siedlungen und Städten hier hat man den Eindruck, dass vor langer Zeit mal viel Geld für große Straßen und reiche Verzierungen da gewesen sein muss. Das dann aber lange nichts geschehen ist, alles langsam zerfiel und nun peu à peu wieder Geld da ist mit dem Altes in Stand gesetzt wird. Man fühlt die Aufbruchstimmung und das Ziel scheint überall klar Europa…

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Ein großes Ziel für die Reise nach Georgien war es, Teile des Transkaukasientrails, eines im Aufbau befindlichen Fernwanderweges, zu begehen. Der bekannteste und wohl auch am besten ausgebaute/markierte Abschnitt geht in 4 Tagesetappen von Mestia nach Usghuli. Usghuli ist die höchstgelegene dauerhaft bewohnte Siedlung Europas. Moritz und Pia wollten noch etwas mehr gehen und haben deshalb schon 3 Tagesetappen vor Mestia, in Nakra, begonnen. Hier ist der Trail weniger frequentiert und die Dörfer, durch die man geht, noch ursprünglicher. Wir anderen haben uns dann in Mestia für drei weitere Tagesetappen angeschlossen. Insgesamt sieht man, dass sich alles im Aufbau befindet, aber boomt. Svanetien ist eine abgelegene Region im Kaukasus und egal in welches Dorf wir gekommen sind, das Leben dort ist hart. Jedes Haus hat einen kleinen Garten für die Eigenbedarfslandwirtschaft. Fast jede Familie hält zudem einige wenige Kühe, produziert Milch, Joghurt und Käse selbst. In den Dörfern, die nur…

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Nachdem uns die Ausreise aus der Türkei 5 Stunden Wartezeit in einer Schlange, immerhin mit Meerblick, beschert hat, ging die Einreise nach Georgien in ungefähr 20min über die Bühne. Wobei ich als Eigentümer des Fahrzeugs den Camper in der Fahrzeugschlange aus-und einführen musste und der Rest der Familie als Fußgänger in einem Terminalgebäude verschwand um erst auf georgischen Seite wieder eingesammelt zu werden. Zum Glück hatten wir die georgische KFZ-Versicherung, ohne die kein ausländisches Auto fahren darf, schon online abgeschlossen. So konnten wir an den 100 blinkenden Wechselstuben und den 20 rufenden Versicherungsverkäufern einfach vorbeifahren, weiter nach Batumi. Batumi liegt 14km von der türkischen Grenze entfernt direkt am schwarzen Meer und schwingt sich zu einem Las Vegas am schwarzen Meer auf. Ein blinkendes Hotelhochhaus reiht sich an das andere mit immer wilderen Formen. Eines hat sogar ein in die Fassade eingebautes Riesenrad. Im Erdgeschoss gibt es reichlich Casinos und Restaurants…

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Nun sind wir seit etwas mehr als drei Wochen in der Türkei unterwegs. Dabei fallen uns zwangsläufig viele Dinge auf oder werden erzählt, in Begegnungen verstärkt. Vor einigen Monaten haben wir noch einen Beitrag über eine Reise in den Iran geguckt und ich habe Moritz bei Bildern aus Ostanatolien gefragt:“ Kannst du dir vorstellen, dass wir bald auch da stehen?“ Konnten wir beide irgendwie nicht, weil es sich so weit weg, so ’nicht zu unserer Welt‘ gehörig anfühlte. Es scheint vielen so zu gehen, wenn man die Reaktionen auf unseren mit dem Auto nach Georgien Plan als Beispiel hernimmt. Jetzt sind wir näher an Mossul als an zu Hause, ja sogar näher als an Istanbul. Meine wohl gleichzeitig banalste, aber tiefgreifendste Erkenntnis: Es ist gar nicht schwer so weit zu kommen. Die Straße geht immer weiter. Es gibt kein „Weltentor“, kein Geheimnis, man braucht für den direkten Weg ein paar…

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