Jelenia Góra und das Riesengebirge
Und obwohl ich wusste, dass wir und die Kinder beim Reisen lernen werden und Antworten viel besser im Kopf bleiben, wenn einem die Frage selber plötzlich unter den Nägeln brennt, hätte ich nicht damit gerechnet , dass wir so schnell mitten im Geschichtsunterricht sind. Aber wie soll man die Frage: “ Wenn der Uropa hier geboren und aufgewachsen ist, wieso sind wir dann nicht polnischstämmig?“ anders beantworten als damit, dass Hirschberg, oder Jelenia Góra, wie so viele andere Städte auch, Verhandlungsmasse eines verlorenen Weltkrieges gewesen ist. Und natürlich ergaben sich daraus noch unglaublich viele weitere Fragen, in deren Zusammenhang wir tief in unserer versteckten „Geschichtsunterrichtsschublade“ im Oberstübchen kramen mussten und auch einiges unseren eigenen Familiengeschichten zum Vorschein kam. Es war auf jeden Fall spannend, durch viele Orte zu fahren, die ich bisher nur als colorierte Zinkstiche aus dem „Alte Heimat“-Quartett meine Oma kannte. Zum Glück ist die Realität 2023 deutlich…
Dresden und das Elbsandsteingebirge
Viel schönes haben wir in unserer ersten Woche gesehen, einzig negativ zu berichten ist wohl die Tatsache, dass es im südöstlichen Sachsen sehr wenig echte Campingplätze zu geben scheint. Ob nun wegen der begonnenen Sommerferien oder aus Prinzip sind diese leider dann auch noch voll und/oder sehr teuer. Stellplätze gibt es einige, wobei diese, im Gegensatz zu anderenorts, meist keine Versorgung-und Entsorgungseinrichtungen bieten und max.24h zu benutzen sind: letztlich einfach teure Parkplätze Aber wir wollten autarker sein und so wechselten wir Tag für Tag die Aussicht, wanderten auch mal über die Grenze nach Tschechien und haben bis an die Duschschmerzgrenze unser Ding gemacht. Dadurch haben wir aber auch viele Ecken dieser wunderschönen Gegend gesehen. Und überall waren die Leute nett und das Essen gut. 🙂 Zunächst aber urbanes Leben in Dresden: Der Zwinger ist aktuell eine große Baustelle und bei 31°C war die Besichtigungsmotivation der Mädchen eher gedämpft. Aber ein…
Jetzt geht es los- oder das Anfangschaos
„und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“- schrieb Hermann Hesse und natürlich war es ein gutes Gefühl endlich unterwegs zu sein. Andererseits gilt die Weisheit, dass man sich selbst immer mitnimmt natürlich auch für uns. Vielleicht gilt das für uns insofern sogar noch mehr, als dass wir nicht nur uns, sondern auch große Teile unseres Haushalts eingepackt haben. Dabei, musste ich feststellen, ist es ein ziemlicher Unterschied ob man für den Urlaub packt, oder ob alles das, was man jetzt, oder dann wenn es mal kalt ist, oder mal regnet, oder mal einer verarztet werden muss, oder dringend das Lieblingsessen gekocht werden soll, oder sogar irgendwie, irgendwann Geburtstagsmuffins auf dem Gaskocher entstehen sollen, eingepackt werden muss. Dementsprechend mehr Kram muss untergebracht werden und hat, trotz etwas mehr als einer Woche unterwegs, noch keinen festen Platz gefunden. Die Frage:“ Wo ist eigentlich…?“ fragt ständig irgendjemand. Und da auch ständig irgendjemand eine…
Reisevorbereitungen
Eisessen ist immer eine gute Vorbereitung……..aber: In Wirklichkeit waren es neben dem Eisessen ganz viele Stapel…das ganze Haus und irgendwie das halbe Leben musste in Stapel sortiert werden. Alles musste in „Muss irgendwie mit“, „Kann hier bleiben“, „Muss anderswo deponiert werden“ sortiert und dann irgendwie auch verräumt werden. Wobei eine meiner Theorien wäre, dass das `gestapelte Zuhause´ erheblich dazu beiträgt es so ungemütlich werden zu lassen dass der Abschied leichter fällt… … und dann musste ja irgendwie auch noch haltbar gemacht werden, was der abgetaute Gefrierschrank nicht mehr beherbergen konnte



