Als letzte Station in Europa stand Athen auf dem Plan. Von Thessaloniki aus sind wir zunächst mit dem Bus und dann mit dem Zug recht komfortabel dort angekommen. Zur Freude der Kinder konnten wir unterwegs sogar den Olymp sehen.




In Athen selber hatten wir eine kleine, aber sehr gut gelegene Ferienwohnung, so dass wir uns am nächsten Tag auf den Weg machen konnten um die Stadt zu entdecken. Zunächst sind wir nur langsam spaziert und haben uns das Olympieion angeschaut. Mit der Athen-Museums Card konnten wir eine Art Sammelticket für mehrere antike Ausgrabungsstätten erwerben und somit auch etwas weniger bekannte Orte sehen. Die Ausgrabungsstätten liegen in Athen im Zentrum verteilt. Mitten zwischen der modernen Bebauung eröffnet sich unversehens eine Freifläche mit Säulen, Bögen etc. und man ist mitten drin im antiken Geschehen.
Das Olympieion, der Tempel des olympischen Zeus, mit den grünen Papageien, die überall in der Innenstadt in den Bäumen leben







Und das Hadrianstor

Am nächsten Tag haben wir uns dann Kerameikos angeschaut. Dieser Stadtteil liegt heute mitten im Zentrum. In der Antike allerdings lag er außerhalb der Stadttore. Der Name leitet sich tatsächlich von Keramik ab und geht darauf zurück, dass hier das bedeutendste Zentrum attischer Töpferei zu finden war. Bis in die Römerzeit hinein lagen entlang der beiden es durchquerenden Ausfallstraßen aber die Begräbnisstätten der wichtigen und einflussreichen Athener Aristrokratenfamilien. Etwas weiter am Rand wurden auch weniger begüterte Athener beigesetzt. Diese hatten statt der aufwendigen Mausoleen allerdings eher schlichte Grabsteine. Von Alters her durchläuft der kleine Bach Eridanos das Viertel und sorgt, als unser Besichtigungshighlight, für eine größere Population griechischer Landschildkröten.








Da es überall in Athen kleinere und mittelgroße Hügel gibt, gab es zur Sonnenuntergangszeit auch immer wieder die Möglichkeit tolle Ausblicke auf die Akropolis zu erhaschen- gemeinsam mit einer großen Touristen Selfie Gemeinde. Mittlerweile haben wir fast eine top 10 der besten Instagramm Posen gesammelt und amüsieren uns königlich, wenn wir wieder jemanden dabei betrachten, wie er oder sie in Stellung geht. Duck Face und Hintern raus sind weiter hoch im Kurs…







Tags darauf haben wir sie dann tatsächlich erklommen und nicht mehr nur von Ferne bewundert. Zunächst am Fuße die Reste des Odeon, eines großen Theaters, dessen eine Fassade als Teil der späteren Befestigungsanlagen die Jahrtausende überdauert hat und heute noch eindrucksvoll zu sehen ist.




zu Beginn stand auf dem Burgberg = der Akropolis nur ein Tempel, der der Göttin Athene, der Schutzpatronin und Namensgeberin der Stadt geweiht war. Nachdem dieser von den Persern im Rahmen der attischen Kriege zerstört wurde, ließ Perikles von 476 BC- 406 BC gleich mehrere neue Tempel errichten:
Der Eingangsbereich (Propyläen) mit Tempel der kriegerischen Seite der Göttin Athena Nike gewidmet



Das Ereichtheon, ein Tempel, der neben Athene noch mehreren anderen Göttern geweiht war und an den ersten mystischen König Erechtheos von Athen erinnert. Es ist vor allem bekannt für seinen Seitentempel, der von sechs Frauenstatuen statt Säulen getragen wurde. Diese nennt man Korai und man kann sie im Original ganz wunderschön im Akropolismuseum sehen

Und dann natürlich das Parthenon, der Athena Polis, der Göttin der Gemeinde gewidmet und der Tempel, den man sofort vor Augen hat, wenn von der Akropolis gesprochen wird






Auf dem Weg zur alten Agora durch die Straßen der Altstadt



Die alte Agora, Versammlungsplatz, Marktplatz, Treffpunkt zur gesellschaftlichen und politischen Beratung im antiken Athen und heute noch Standort des am besten erhaltenen Tempel des Hephaistos und mit einem Nachbau der Stoa des Attalos








Die Hadriansbibliothek und die römische Agora nicht zu vergessen, die leider nicht ganz so gut erhalten sind




Und für noch mehr Akropolis dann das Akropolismuseum, dass mich mit einer sehr modernen Architektur und einem sehr gut darauf abgestimmten Konzept echt überzeugt hat. Schön war auch, dass nicht nur klassisch griechische Statuen gezeigt wurden, sondern auch die Kunstschätze, die aus den vorhergehenden, archaischen Zeiten auf der Akropolis gefunden wurden. Ein Rätselheft mit Aufgaben zur Spurensuche im Museum für jedes Kind machte die Sache rund.






abseits aller antiken Besichtigungsstätten oder eigentlich mitten dazwischen ist Athen eine lebendige, europäische Großstadt, mit post- hipsterigen Bars, Restaurants und Coffeshops an jeder Ecke der Innenstadt.
Für alle die glutenfreies und darüber hinaus sehr leckeres Eis probieren möchten, kann ich euch das Eiscafé Django wärmstens ans Herz legen. Ebenso leicht fiel es uns im Restaurant Veganaki für alle etwas zu finden und auch das Happy Blender war gut für zwischendurch. Eine günstige und dennoch gute griechische Starbucksalternative ist die Kette Mikkel







