Archiv des Autors: Alina

Manche Flaschenpost ist länger unterwegs. Der Weg bis nach Deutschland ist weit und manchmal passiert Unvorhergesehenes. Nun aber kommt auch Post aus Malaysia Die schwüle Hitze haben wir aus Indochina nach Malaysia mitgenommen, ansonsten war beim Aussteigen in Kuala Lumpur ziemlich vieles ziemlich anders. Vertraut war noch, dass man auch hier die Grab App benutzen kann und wir uns somit, nachdem wir uns im Flughafen wieder mit einer malaysischen SIM Karte versorgt hatten, direkt ein Taxi in die Stadt buchen konnten. Noch eine weitere Sache, fällt mir jetzt beim Schreiben auf, war gleich: Überall in Südostasien bekommt man unglaublich viel Datenvolumen für wenig Geld! (z.B. 30 GB für 6€) Und dann wurde es anders. Bereits in Bangkok und Saigon haben wir große Hochhäuser, riesige Videowalls und Straßenverkehr in mehreren Etagen gesehen. Aber KL, wie die Malaysier sagen, topt alle. Der Flughafen liegt 40km außerhalb und man fährt fast die ganze…

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Viele kleine Dinge und Situationen, die wir in Thailand, Laos, Vietnam und Kambodscha erlebt haben, die wir als besondere Eigenheiten wahrgenommen haben, werden uns in Erinnerung bleiben. Sie sind natürlich Eindrücke der Stationen unserer Reise, lassen sich aber nicht nur einer einzigen zuordnen. Deshalb möchte ich versuchen, sie noch einmal so zusammen zu bringen. Zunächst einmal sind uns die meisten Menschen sehr freundlich, interessiert und vor allem hilfsbereit begegnet. Gerade in den ländlichen Regionen, in denen weniger Touristen unterwegs sind, sind die Kinder immer begeistert begrüßt worden und wir sind von vielen darauf angesprochen worden, dass wir ’so viele‘ Kinder haben. In Phnom Penh und Saigon hat man uns in den Hotels extra auf die Gefahr durch Taschendiebe hingewiesen und gezeigt, wie unsere Sachen möglichst sicher untergebracht werden. Wir haben uns, egal wo, nie unsicher oder bedroht gefühlt! Ja,was ist uns so ins Auge gefallen? Vielleicht als erstes, dass ALLE…

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Siem Reap ist ein kleiner Ort im Nordwesten Kambodschas, der dem Angkor Archeological Park am nächsten liegt. Auch hier sieht man ganz klar, wo das Geld ist. Fährt man mit dem Bus noch 10km vor der Stadt an Holzhüttendörfern vorbei, sieht man in der Stadt meist gehobenen westlichen Standard: Hotels fast immer mit Pool, Restaurants jeglicher Küchen, Bars an jeder Ecke, Flaniermeile am Fluss, ein winziges Stückchen Altstadt, ein großes Krankenhaus und glatt geteerte Fahrradwege. Zwei Dinge sollte man bei dem Wunsch Angkor Wat zu sehen wohl am besten berücksichtigen (wir haben nur die Dauer geplant und den Rest genommen wie es kam). Es ist IMMER schwül-warm. Auch jetzt in der Trockenzeit sind fast immer 27-30°C, die sich durch die hohe Luftfeuchtigkeit anfühlen wie 39°C. Sobald man das Haus verlässt läuft der Schweiß in Bächen am Körper herab; auch im Schatten, auch im Stehen. Das sollte beim Packen der Wasserflaschen…

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Phnom Penh war für uns wohl die größte Überraschung in Südostasien. Wenn wir uns vorher eingehender damit beschäftigt hätten, wäre es wohl nicht so gewesen, aber wir reisen ja recht spontan. Der Vorteil daran ist, dass wir ganz flexibel entscheiden können wonach uns der Sinn steht und wo es uns gefällt. Der große Nachteil ist, dass man, während man die Eindrücke eines Ortes verarbeitet, gleichzeitig Hotel/Fahrten und Besichtigungen für einen anderen organisiert. Gerade weil wir noch gar nicht wussten, wie uns Südostasien gefällt, hatten wir hier relativ viel offen gelassen und nur eine grobe Route geplant. An diese halten wir uns auch immer noch. Wir sind aber schneller unterwegs als wir das ursprünglich mal gedacht hatten. Das liegt nicht so sehr daran, dass es uns nicht gefällt, sondern hat ganz unterschiedliche Gründe. In Nordlaos z.B. war der Transport schwer zu organisieren und verhältnismäßig teuer. Außerdem gab es im Norden keine…

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Statt direkt von Saigon aus mit einem Bus in die kambodschanische Hauptstadt Phnom Penh zu fahren, sind wir einer Empfehlung von Melanie und Tim gefolgt und zunächst in den Südwesten nach Chau Doc gefahren. Von hier aus kann man mit dem Schnellboot in gut sechs Stunden über den Mekong bis nach Phnom Penh fahren. Da uns der Mekong nun schon eine Weile begleitet, wir in Laos aber keine Flussfahrt unternommen haben, wollten wir das nun gerne nachholen. Gerade im ersten Abschnitt der Reise, auf dem Kanal der von Chau Doc zum Mekong führt, sieht man, wie vietnamesische Familien an und mit dem Fluss leben. Kleine Holzhütten und -häuser, die auf Pfählen über dem Wasser stehen, schwimmende Werkstätten auf Flößen, kleine Fischer mit Netzen und Reusen und Lagerhallen auf Pontons, die Heim, Spiel- und Arbeitsplatz in einem zu sein scheinen. Wieder sehen wir: Kein einfaches Leben! Sobald wir den Mekong erreichten,…

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Wiederum mit dem Nachtzug ging es für uns von Da Nang nach Ho Chi Minh City oder, wie die Mehrheit der Vietnamesen weiterhin sagt, Saigon. Saigon ist eigentlich der Name des Flusses, der durch die Stadt fließt und bevor die Franzosen nach ihm benannten, hieß die Stadt Prei Nokor. Das ist Khmer Sprache und bedeutet „Dorf im Wald“. Von einem Dorf im Wald ist Saigon heute soweit entfernt wie wir vom Mond. Bis 1975 war Saigon die Haupstadt von Südvietnam. Nach der Wiedervereinigung beider Landesteile wurde die Stadt zu Ehren Ho Chi Minhs umbenannt und die Hauptstadt in den Norden nach Hanoi verlegt. Wie wir feststellen konnten, werden auch, oder gerade von den Vietnamensen, weiter beide Namen gleichberechtigt verwendet. Und was die Sache mit der Hauptstadt angeht….Saigon hat mehr als 9 Millionen Einwohner und boomt! In Hanoi waren ja sowohl das koloniale Erbe, als auch die kommunistische Partei sehr präsent.…

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Um innerhalb Vietnams von Nord nach Süd (oder umgekehrt) zu kommen, bietet sich die Eisenbahn geradezu an. Vietnam ist ein sehr langgestrecktes Land und natürlich gibt es auch hier, wie fast überall in Südostasien, verhältnismäßig günstige Innlandsflüge. Es gibt aber auch die Nachtzüge auf der Linie des Reunification Express. Der Name bezeichnet die Bahnlinie, die über gut 1700km Hanoi im Norden mit Ho Chi Minh City oder Saigon im Süden verbindet. Die Züge, die auf dieser Strecke fahren sind unterschiedlich aber im Preisleistungsverhältnis alle gut. Wir haben uns für den Weg nach Hoi An (wobei der Zug in der Nachbarstadt DaNang hält) für einen Sleeper Train entschieden und hatten Glück, dass zu unser gewünschten Uhrzeit die Violet Line fuhr. So hatten wir zu fünft ein ziemlich schickes Schlafwagenabteil mit vier Betten für uns. Abends ging ein Schaffner durch den Zug und verkaufte vom Wägelchen Nudelsuppe und gebratenen Reis und für…

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Um nach Hanoi zu gelangen haben wir uns in Luang Prabang wiederum in einen Sleeper-Bus gesetzt. Nachdem wir zwei Tage in Unsicherheit bezüglich unserer Einreise nach Vietnam über eine Landgrenze waren, löste sich diese Sorge nach einem Besuch des vietnamesischen Konsulats in Luang Prabang und Rüdigers Telefonat mit der Botschaft in Berlin in Wohlgefallen auf. Als Deutsche dürfen wir seit Herbst letzten Jahres über jede internationale Grenze visafrei nach Vietnam einreisen. Spätestens in der Schlange vor dem Konsulat, den Sorgen der anderen und unserem einfachen Stempel ist mir wieder bewusst geworden welch ein riesiges Privileg dieser deutsche Reisepass ist! Da nun der Einreise auf dem Landweg nichts mehr entgegen stand, konnten wir unseren Bus buchen. Flüge gibt es auch, aber erstens ist der Bus UNSCHLAGBAR viel günstiger und umweltfreundlicher und zweitens wollten wir gerne noch etwas mehr vom ‚echten‘ Laos ohne Touristen sehen- wenigstens aus dem Fenster. Vieles gesehen haben…

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Wir sind in den letzten beiden Wochen ganz schön viel unterwegs gewesen. Von Thakek aus sind wir erneut mit einem Nachtbus nach Vientiane in die Haupstadt von Laos gereist. Wir „sammeln“ neue Verkehrsmittel und dieses wird besonders bleiben: Im Reisebus gibt es keine Sitzplätze sondern rechts und links des Mittelgangs doppelstöckige Pritschen, die jeweils knapp 1m breit sind. Auf einer Liege liegen immer zwei Leute. Das heißt, wer seine Liege nicht mit einem wildfremden Menschen teilen möchte, ist gut beraten eine gerade Anzahl Tickets zu kaufen. In unserem Fall haben wir eins weggelassen und ich habe mir die obere Pritsche mit Charlotte und Anna geteilt. Sagen wir es mal so, viel geschlafen habe ich nicht. In Vientiane sind wir dann morgens um halb fünf angekommen. Der große Nachteil daran: Alle waren todmüde und es lagen noch viele Stunden vor dem Check In im Hotelzimmer. Der Vorteil: Man sieht die Stadt…

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Am 30.12. haben wir uns mit dem Nachtbus auf den Weg in Richtung thailändisch-laotischer Grenze gemacht. Dabei hat uns der Zufall einen großen Gefallen getan. Ursprünglich hatten wir schon zwei Tage eher und über die laotische Hauptstadt einreisen wollen. Es gab zwischen den Jahren aber nur noch sehr wenige verfügbare Busse bis an die Grenze. Die Züge waren komplett ausgebucht. Der einzige Bus, den wir gefunden haben, ging nach Thakek in Zentrallaos. Dort steht eine von vier Freundschaftsbrücken über den Mekong, die den offiziellen Grenzübergang bilden. Nun war klar, dass wir statt im Norden in der Mitte Laos‘ ankommen würden und wir wollten schauen, ob wir dort etwas unternehmen konnten oder direkt weiter reisen sollten. Zum Glück hat Moritz‘ den Thakek „gefunden“. Das ist eine Runde durch die Karstlandschaft Zentrallaos, die einen in vier bis fünf Tagen an vielen unterschiedlichen Höhlen, natürlichen Wasserpools, durch ursprüngliche Dörfer und mitten durch tolle…

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