Chau Doc – auf dem Weg nach Kambodscha

Chau Doc – auf dem Weg nach Kambodscha

Statt direkt von Saigon aus mit einem Bus in die kambodschanische Hauptstadt Phnom Penh zu fahren, sind wir einer Empfehlung von Melanie und Tim gefolgt und zunächst in den Südwesten nach Chau Doc gefahren. Von hier aus kann man mit dem Schnellboot in gut sechs Stunden über den Mekong bis nach Phnom Penh fahren. Da uns der Mekong nun schon eine Weile begleitet, wir in Laos aber keine Flussfahrt unternommen haben, wollten wir das nun gerne nachholen. Gerade im ersten Abschnitt der Reise, auf dem Kanal der von Chau Doc zum Mekong führt, sieht man, wie vietnamesische Familien an und mit dem Fluss leben. Kleine Holzhütten und -häuser, die auf Pfählen über dem Wasser stehen, schwimmende Werkstätten auf Flößen, kleine Fischer mit Netzen und Reusen und Lagerhallen auf Pontons, die Heim, Spiel- und Arbeitsplatz in einem zu sein scheinen. Wieder sehen wir: Kein einfaches Leben!

Sobald wir den Mekong erreichten, sah man die Ausmaße dieses Flusses. Obwohl er in der Trockenzeit weniger Wasser führt, konnte man an einigen Stellen vom Boot aus gerade so beide Ufer sehen.

Zum Sonnenaufgang ging es für uns los und am Nachmittag waren wir in Phnom Penh. Die Grenzstationen zur Aus-und Einreise konnten jeweils vom Bootsanleger aus betreten werden. Leider waren gleichzeitig mit uns einige Booten mit großen Reisegruppen unterwegs und die Einreise in Kambodscha war, gelinde gesagt, unorganisiert.

Aber auch Chau Doc hat sich schon gelohnt. Gerade weil es eine ganz durchschnittliche Kleinstadt ist, haben wir hier, abseits vom Rummel der riesigen Städte die Möglichkeit gehabt, vietnamesischen Alltag zu sehen. Am Anleger werden Touren zu einem schwimmenden Morgenmarkt zwischen Pfahlbauten der Bewohner auf der anderen Seite. Wir sind ja leider am frühen Morgen schon in Richtung Kambodscha aufgebrochen obwohl ich für einen Marktbesuch ja immer zu haben bin. Aufgrund der hohen Temperaturen und der nicht vorhandenen Lebensmittelkühlung finden Märkte hier immer am frühen Morgen und am Abend statt. Daher kommt es auch, dass jede Stadt irgendwo einen Nightmarket hat. Manchmal ist das, wie in Chau Doc, tatsächlich vor allem ein Lebensmittelmarkt, manchmal erinnert es vor allem an eine Kirmes mit Ramsch- und Fressbuden.

In Chau Doc haben wir wieder gesehen, dass das Leben der meisten Menschen vor allem draußen an und auf der Straße stattfindet. Hier wurden wir, wie auch in Laos winkend begrüßt. Die Menschen freuen sich vor allem über die Kinder und nicht selten werden wir angesprochen, wie erstaunlich es ist, dass wir sogar drei Kinder haben. Gerade in Vietnam berichteten uns dann die meisten eher von einem oder maximal zwei eigenen Kindern. Wir können leider nur vermuten warum das so ist.

Eindrücke aus Chau Doc am Abend

Am Fluss

Die Markthalle mit umgebenden Essensständen, erkennbar an den kleinen Plastikhockern und den Menschen mit vielen Plastiktüten in der Hand

Und die Geckos, die uns überall begleiten 🙂

allgegenwärtiges Smartphone – Verkaufen ist wohl langweilig

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