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Ich wollte an mehreren Stellen schon vom Essen und Einkaufen in Japan berichten und habe irgendwie nicht die passende Stelle gefunden um fließend zu berichten. So bekommt dieses Thema nun einen eigenen kleinen Beitrag. Wir haben, soweit es möglich war, wieder viel selbst gekocht. Angesichts des Angebots in Supermärkten und kleinen 7-11 Märkten o.ä. haben wir aber deb Eindruck gewonnen, dass es viele Japaner anders halten. Schon in Südostasien hatten wir ja den Eindruck, dass die Leute eher in die Garküche gehen als selber zu kochen. Hier scheint das ähnlich zu sein, nur gibt es keine Garküchen. Es gibt, wie in westlichen Großstädten auch, viele Restaurants, die hier vor allem Nudelgerichte, bzw. -Suppen anbieten. Udon, Ramen, Soba etc. Und Mc Donalds und Co haben es auch bis hierher geschafft. Das besondere aber sind die endlosen Theken mit vorportionierten Convienintgerichten in jedem Laden. In den großen, gut sortierten Supermärkten beanspruchen sie…

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In Tokyo angekommen sind wir unweit vom Zentrum, insoweit man das bei 8km Luftlinie und einer der größten Metropolregionen der Welt sagen kann, in einer Ferienwohnung untergekommen. Ähnlich wie in Kyoto, waren hier in zweiter Reihe hinter den Hochhäusern kleinere Mehrfamilienhäuser. Dann enden die Gemeinsamkeiten aber auch schon fast. Der Autoverkehr kommt zwar auch hier nahezu ohne Hupe aus, ist aber deutlich dichter und in der Rushhour war Stau angesagt. Um zu Fuß zu gehen sind die Entfernungen viel zu groß. Im Gegensatz zu Bangkok funktioniert der ÖPNV hier aber völlig reibungslos und ist per Google Maps in Echtzeit gut zu bewerkstelligen. Man kann entweder eine ICard kaufen, die in allen Großstädten Japans ähnlich wie eine alte Telefonkarte von einem vorher aufgeladenen Guthaben abbucht. Oder man kauft ganz klassisch Einzeltickets mit Bargeld am Ticketautomaten. Beim Anstehen in der Metro sieht man, dass die Japaner unaufgeregte Meister im Schlange stehen sind.…

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Goethe hat mal gesagt, dass nur man nur dort wo man zu Fuß war, auch wirklich gewesen ist. Das ist bei vielen unserer Reiseziele naturgemäß etwas schwierig. Da wir Großen und auch Pia gerne wandernd die Gegend erkunden, versuchen wir an allen Zielen eine kleine oder größere Tour zu finden, die uns einen direkten Einblick gewährt. In Japan gibt es, was vielleicht nicht das erste ist, was einen zu diesem Land einfällt, sehr viele schöne Wanderwege. Der bekannteste ist wahrscheinlich der Nakasendo Trail, der entlang der alten kaiserlichen Postroute von Kyoto nach Tokyo, damals noch Edo, führt. In großen Teilen ist er heute durch Nationalstraßen ersetzt worden. Kleine Abschnitte im ländlichen Raum im Kiso Tal sind heute aber als Wanderweg gut ausgebaut. Leider waren aufgrund der golden week bereits im Januar alle Unterkünfte entlang des Trails für eine große Gruppe wie unsere ausgebucht. Von einem anderen Weg, dem Pilgerweg Kumano…

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Wir sonnenverwöhnten Menschen sind kühles Regenwetter gar nicht mehr gewohnt. Zum Glück kommen wir im Sommer zurück nach Deutschland. Da wird der Schock nicht ganz so groß ausfallen. Pia und Moritz machen sich jetzt schon darüber lustig, dass ich bei 17°C Pullover und Schal trage….In Zentraljapan scheint das Aprilwetter jedenfalls genauso wie bei uns, sehr wechselhaft zu sein. Da fanden wir nach sechs Tagen grau, Regen und 12°C das langsam mal wieder Zeit für Sonne war. Zum Glück hat uns Kyoto diesen Gefallen ganz am Ende unserer Tage dort auch noch getan. Leider nicht zum Geburtstag der Minimaus, aber den wollte sie eh spielend und in der Shoppingmall verbringen. Und ja ich weiß, im Vergleich zum vergangenen deutschen Winter klagen wir auf schwindelerregend hohem Niveau. In Kyoto bestand die erste Herausforderung darin einen Parkplatz für das Auto zu finden. Kostenlose Parkplätze gibt es nicht, die Strafen für Falschparken sind astronomisch…

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Bereits bei der Ankunft am Flughafen Narita in Tokyo bemerkten wir, wir sind wieder in einer anderen Welt gelandet. Es scheint eine leisere, höfliche, sehr geordnete und effiziente Welt zu sein. Die Einreisepapiere sind, trotz uns unverständlicher Schriftzeichen, auch auf Englisch eindeutig, ebenso sind die Laufwege am Flughafen klar markiert und das Gepäck war da sobald wir die Einreise verlassen hatten. In Japan haben wir uns im Gegensatz zu Südostasien für einen Mietwagen entschieden. Einerseits ist der ÖPNV zwischen den Städten Japans zwar viel pünktlicher als in Deutschland, aber leider ebenso teuer. Andererseits wollten wir sehr gerne ein Japan abseits der Großstädte entdecken und auch in Japan einige Tageswanderungen unternehmen. Ein kleines Hindernis stand der Automiete noch im Weg: Der japanische Führerschein. In Japan wird der internationale Führerschein, den Deutschland ausstellt, nicht akzeptiert. Möchte man hier autofahren, braucht man eine offizielle japanische Übersetzung des deutschen Führerscheins. Das macht in Deutschland…

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Bei unserem Campertausch in Brisbane erfuhren wir von der dortigen Mitarbeiterin, dass sich die Wettervorhersage unserer Handys leider nicht täuscht: Das Sturmtief und der mitfolgende Regen sollten sich auch in Queensland noch mindestens fünf Tage an der Küste halten. Auf unseren Fotos sieht man es nicht so richtig, aber bei Nieselregen und Sichtweiten unter 50m gab es auch nicht viel zu fotografieren…. Eine Partie Minigolf im Nieselregen hat es auf das Bild geschafft. Der Vorteil am Regen in den Tropen ist, dass es zumindest nicht kalt wird dabei… Bereits bei der Planung des nördlichen Teils der Route waren wir unsicher, ob wir nach Frazer Island wollen oder dies lieber auslassen. Viele sind sehr begeistert und haben es unbedingt empfohlen. Klar war aber auch, dass man entweder mit dem eigenen 4WD kommt (haben wir nicht) oder eine geführte Tour für 150€ pro Nase bucht. Nun hatte uns das Wetter die Entscheidung…

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Um in den verbleibenden drei Wochen die ganze Strecke bis nach Cairns zu schaffen wo wir Mitte April unseren Camper wieder abgeben müssen, mussten wir zwischendurch einige lange Fahrtage einlegen. Da wir dennoch nicht gänzlich an allem vorbeirauschen wollten, haben wir uns an der Südostküste noch einige Haltepunkte rausgesucht. Besonders gerne wollten wir Großen noch einen der vielen Küstenwanderwege gehen. Am liebsten wären wir ja auch den Great Ocean Walk gelaufen, aber dazu war das Setup diesmal einfach nicht das richtige. Nach einem Zwischenstopp in der Nähe von Lakes Entrance sind wir deshalb nach Tathra gefahren. In Lakes Entrance gab es wieder eine tolle Day use area an einer Bootrampe, sogar inklusive kostenloser heißer Dusche. Hier wissen die Vögel, dass bei anlegenden Anglern der ein oder andere Leckerbissen abfällt. Damit hatten wir nicht nur einen schönen Ort zum Schulemachen, sondern auch die Gelegenheit australische Pelikane ganz aus der Nähe zu…

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Von Bendigo sind wir in die Metropole der Südküste gefahren: Melbourne. Da sich Kinder und Campervan etwas schlecht mit Großstadttrips vertragen, waren wir nur einen Tag mitten in der Stadt und sind dann auf die andere Seite der Bucht weitergefahren. In der Stadt hatten wir aber Glück, dass wir einerseits einen super Parkplatz am botanischen Garten gefunden und wettertechnisch einen tollen sonnigen Herbsttag erwischt haben. Melbourne ist eine Millionenstadt am Wasser, die sich anfühlt wie eine Mischung aus Frankfurt und San Francisco. Am Wasser gibt es ein modernes Bankenviertel mit verspiegelten Wolenkratzern und schicken Lunchbars. Mit dem Unterschied zu Frankfurt, dass man zwischen den Hochhausschluchten nicht die Zeil, sondern verschiedene Marinas mit großen Yachten liegen sieht. Und wie es für den entspannten Lebensstil Australiens typisch ist, sieht man viele Sneakers und T-Shirt zum Business dress oder Flip Flop Sandalen zum kleinen Schwarzen. Es gibt insgesamt erstaunlich wenige Orte im öffentlichen…

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Nach dreieinhalb Monaten Asien in Australien anzukommen war ein Stück weit wie nach Hause zu kommen. Das liegt nicht daran, dass hier alles so ist wie zu Hause, wer hat schon Kängurus auf seinem Rasen liegen oder einen Grill im Park?! Es liegt daran, dass wir nun wieder verstehen, wie die Gesellschaft grundsätzlich funktioniert. Was wird als normal betrachtet und was ist besonders? Wie funktioniert der Verkehr? Hier könnte man einwenden, dass der Linksverkehr ja nun deutlich anders ist als bei uns zu Hause. Stimmt, aber außer dass ich beim Versuch zu Blinken regelmäßig zuerst die Scheibenwischer anmache, sind die Regeln nach denen gefahren wird die gleichen: Eine Spur ist eine Spur, eine Geschwindigkeitsbegrenzung ist eine Begrenzung, ein Fußgänger ist ein Fußgänger ein Parkverbot ist ein Parkverbot. Der öffentliche Verkehrsraum ist auch hier sehr auf das Auto ausgerichtet, aber er funktioniert wie zu Hause. Wäsche wäscht man im Waschsalon, Medikamente…

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Einige Dinge, die mir aufgefallen sind möchte ich noch nachtragen. Während der Zeit in Indochina sind wir immer wieder der völlig gegensätzlichen Beziehung der Menschen zur Sonne begegnet. Ich meine, dass Micheal Jackson sich die Haut hat bleichen lassen und dass Japaner in Deutschland immer große Sonnenhüte tragen, das hat wohl jeder schon einmal gehört. Dass die Angst vor zu viel Sonnenlicht derart in der Bevölkerung verankert ist, war mir neu. Es ist sicherlich einer dieser tief sitzenden kulturellen Unterschiede, die man auch nach längerer Zeit im Land nicht überwindet. Was haben wir beobachtet? Egal wie heiß es ist, und es war zwischenzeitig unglaublich heiß und schwül, (fast) kein Einheimischer geht nur mit kurzer Hose und T-Shirt bekleidet auf die Straße. Sehr beliebt sind Funktionstights unter der Shorts und lange, atmungsaktive Armstulpen über den Unterarmen. Mein beobachteter Extremfall war eine ältere Dame, die einen Schlauch aus dünnem Mesh Stoff vom…

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