Siebenbürgen oder – Plötzlich sieht man überall deutsch
Nach ganz viel Natur war wieder Zeit für etwas Kultur, auch wenn das bei Temperaturen von über 35° herausfordernd war. Zunächst waren wir in Alba Iulia oder Kronstadt und haben die dortige Altstadt, die in der Zitadelle liegt, angesehen. Montags haben alle Museen geschlossen und tatsächlich ist die gesamte Altstadt mittlerweile Kirche und Museum. Aber die Kirchen, orthodox und katholisch, waren schön und die Befestigungsanlagen eindrucksvoll. Ansonsten gab es in Alba Iulia leckeres Eis und viel sowjetische Plattenbauten zu sehen. Da zum längeren Bewohnen des Campers auch mehr Alltag gehört als im Urlaub, hatten wir dort auch die Gelegenheit einen rumänischen Baumarkt kennenzulernen. Entgegen meiner Erwartung hatte dieser nahezu alles- in Lagerhallengröße bis unters Dach. Die, an der polnischen Gasflasche fehlende, Dichtung konnte also ersetzt werden und wir weiter nach Sibiu fahren. Auf dem Weg nach Sibiu haben wir die erste Wehrkirche besichtigt. Eine zur Festung ausgebaute Kapelle, die im…
Padis Plateau oder „Haben wir eigentlich Socken eingepackt?“
Nach einigen ruhigen Tagen auf einem wunderschönen Bauernhof-Campingplatz in der niederen Tatra in der Slovakei sind wir, mit einem Zwischenhalt zum Treffen von Freunden in Budapest, über Ungarn weiter nach Rumänien gefahren. Die erste positive Überraschung waren die guten Straßen. Nachdem in Ostungarn auch die Fernstraßen gruselige Schlaglochpisten waren, fiel uns in Rumänien als erstes der gute Straßenbelag selbst innerorts auf. Zum Glück hatte der Camper vor der Abreise noch neue Blattfedern bekommen. Wir waren dankbar und das Geschirr in den Schränken ebenfalls. Zunächst haben wir in Baile Felix, oder Felixbad Station gemacht, einem kleinem Badeort,der aufgrund von Thermalquellen (fast) mehr Schwimmbäder als Einwohner hat. Dafür kommen sehr viele Touristen um eben diese Quellen zu „bebaden“. Das scheint in Westrumänien, aber auch Ostungarn beliebt zu sein. Mit dem Apollo Strand Bad haben wir uns dann auch die Deluxe Variante eines Freibads ausgesucht. Wobei das vor allem daran lag, dass dies…
Das vielfältige Breslau
Die Woche in Breslau war sehr abwechslungsreich und aufregend. Wie man sieht ist Breslau eine sehr abwechslungsreiche Stadt. Eine bekannte Sehenswürdigkeit sind auch die Zwerge, die sich an fast jeder Straßenecke finden lassen. Es gibt ganz verschiedene Zwerge, von Mönch bis Süßigkeitenzwerg ist alles dabei. Es gab auch einen Zwerg, der gierig nach Eis war oder einen Fan Club von einem Zwergenfußballspieler, ein absoluter Zwergenstar. In Breslau gibt es 500 Zwerge der Art. Aber trotzdem sehen alle unterschiedlich aus. Aber in Breslau kann man nicht nur Zwerge suchen und angucken, nein es gibt auch ein Zentrum das die Oder sauber hält. Dieses Zentrum besitz nämlich Kajaks mit denen Touristen über die Oder fahren und Müll sammeln, das machen sie aber nicht mit den Händen und rühren in der grünen Grütze rum, nein, nein dann würde das Ganze ja keiner mehr machen. Man bekommt Pickzangen, mit denen man den Müll aus…
Breslau aus allen Perspektiven- oder alle auf Zwergenjagd
Das letzte verlängerte Wochenende haben wir in Breslau verbracht. Wir hatten einen Parkplatz direkt an der Oder und am Freitag sogar das Glück, dass direkt auf der Promenade vor unserer Campertür ein Streetfoodfestival aufgebaut wurde. Das bedeute musikalische Begleitung bis tief in die Nacht, sicherte aber auch das Abendessen mit Panorama direkt vor der Tür.Breslau präsentierte sich uns als hippe Großstadt, die Gesichter und Sprachen aus allen Ecken Europas beherbergt, die sicher von über 100.000 Studenten profitiert, die einerseits eine wunderschön restaurierte Altstadt und unzählige Brücken, Kanäle, Parks, Promenaden und Bars am Wasser hat, andererseits aber auch noch viele Viertel und Straßenzüge, die so heruntergekommen sind, dass man die 80 Jahre alten deutschen Ladeninschriften über den Türen sieht. Gerade die richtige Mischung um schön, aber nicht unsympathisch zu sein ;). Wir haben die Schöne jedenfalls aus allen Perspektiven bewundert: In den Straßen, von der Spitze des Domes und mit dem…
Friedenskirche
Auf dem Weg von Jelenia Góra nach Breslau haben wir, auf Angelikas Empfehlung hin, eine der drei Friedenskirchen angesehen, die zum Unesco Welterbe gehören. Entgegen meiner Erwartung handelte es sich nicht um einen Frieden des 20. Jahrhunderts, sondern um eine Vereinbarung, die im Rahmen des westfälischen Frieden nach dem 30-jährigem Krieg getroffen wurde. Die katholischen Habsburger mussten als Zugeständnis an ihre protestantischen Untertanen in Niederschlesien den Bau einer Kirche erlauben. Da sie diese eigentlich nicht haben wollten, gab es eine Reihe Schikanen, die beim Bau erfüllt werden mussten. So musste die Kirche eine Kanonschussweite außerhalb der Stadtmauern liegen, durfte nur aus vermeintlich vergänglichen Materialen wie Holz, Sand, Stroh und Lehm erbaut werden, durfte keinen Turm und keine Glocken haben und durfte die Bauzeit von einem Jahr nicht überschreiten. Die evangelisch-augsburgische Gemeinde hat mit einer Fachwerkkirche eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass trotz dieser Auflagen eine Kirche entstehen kann, die nun seit…
Jelenia Góra und das Riesengebirge
Und obwohl ich wusste, dass wir und die Kinder beim Reisen lernen werden und Antworten viel besser im Kopf bleiben, wenn einem die Frage selber plötzlich unter den Nägeln brennt, hätte ich nicht damit gerechnet , dass wir so schnell mitten im Geschichtsunterricht sind. Aber wie soll man die Frage: “ Wenn der Uropa hier geboren und aufgewachsen ist, wieso sind wir dann nicht polnischstämmig?“ anders beantworten als damit, dass Hirschberg, oder Jelenia Góra, wie so viele andere Städte auch, Verhandlungsmasse eines verlorenen Weltkrieges gewesen ist. Und natürlich ergaben sich daraus noch unglaublich viele weitere Fragen, in deren Zusammenhang wir tief in unserer versteckten „Geschichtsunterrichtsschublade“ im Oberstübchen kramen mussten und auch einiges unseren eigenen Familiengeschichten zum Vorschein kam. Es war auf jeden Fall spannend, durch viele Orte zu fahren, die ich bisher nur als colorierte Zinkstiche aus dem „Alte Heimat“-Quartett meine Oma kannte. Zum Glück ist die Realität 2023 deutlich…
Drei Länder in vier Tagen
In den ersten Tagen sind wir nach Sachsen und Dresden gefahren. Auf der Festung Königsstein hat man einen guten Ausblick, aber es kann einem auch etwas schwindelig werden. Trotzdem war sie sehr schön. Beim Wandern braucht man auch mal eine Pause. Hoch auf die Schneekoppe. Es ist zwar etwas frisch an manchen Stellen aber trotzdem kann man etwasessen. 🙂 Ganz viel wandern, klettern und jede Menge Spaß.Das Elbsandsteingebirge hat super Kletterfelsen und Wanderwege. Auch das Felsenlabyrinth war toll. Am besten war der Weg, der durch die Felsen führt. Viel Spaß macht es durch die engen Tunnel zu klettern, obwohl man manchmal merkt, dass die Kleineren klar im Vorteil sind. Aber wenn man größer ist, kommt man mehr Felsen hoch und vor allem leichter hoch. Mann muss aber gleichzeitig gut aufpassen das man keine Zahl übersiehtoder die falsche Abzweigung nimmt. Wenn man Angst hat kann das auch schwierig werden, zum Beispiel…
Die erste Woche und viel Spaß
Wir waren im Felsenlabyrinth .Es war schön. Man konnte viel Klettern.Und waren im Elbsandsteingebirge wandern .es war anstrengend. aber auch Toll. Wir waren auch in der Stadt und in 2 Kirchen es war ein wenig langweilig.
Dresden und das Elbsandsteingebirge
Viel schönes haben wir in unserer ersten Woche gesehen, einzig negativ zu berichten ist wohl die Tatsache, dass es im südöstlichen Sachsen sehr wenig echte Campingplätze zu geben scheint. Ob nun wegen der begonnenen Sommerferien oder aus Prinzip sind diese leider dann auch noch voll und/oder sehr teuer. Stellplätze gibt es einige, wobei diese, im Gegensatz zu anderenorts, meist keine Versorgung-und Entsorgungseinrichtungen bieten und max.24h zu benutzen sind: letztlich einfach teure Parkplätze Aber wir wollten autarker sein und so wechselten wir Tag für Tag die Aussicht, wanderten auch mal über die Grenze nach Tschechien und haben bis an die Duschschmerzgrenze unser Ding gemacht. Dadurch haben wir aber auch viele Ecken dieser wunderschönen Gegend gesehen. Und überall waren die Leute nett und das Essen gut. 🙂 Zunächst aber urbanes Leben in Dresden: Der Zwinger ist aktuell eine große Baustelle und bei 31°C war die Besichtigungsmotivation der Mädchen eher gedämpft. Aber ein…
Jetzt geht es los- oder das Anfangschaos
„und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“- schrieb Hermann Hesse und natürlich war es ein gutes Gefühl endlich unterwegs zu sein. Andererseits gilt die Weisheit, dass man sich selbst immer mitnimmt natürlich auch für uns. Vielleicht gilt das für uns insofern sogar noch mehr, als dass wir nicht nur uns, sondern auch große Teile unseres Haushalts eingepackt haben. Dabei, musste ich feststellen, ist es ein ziemlicher Unterschied ob man für den Urlaub packt, oder ob alles das, was man jetzt, oder dann wenn es mal kalt ist, oder mal regnet, oder mal einer verarztet werden muss, oder dringend das Lieblingsessen gekocht werden soll, oder sogar irgendwie, irgendwann Geburtstagsmuffins auf dem Gaskocher entstehen sollen, eingepackt werden muss. Dementsprechend mehr Kram muss untergebracht werden und hat, trotz etwas mehr als einer Woche unterwegs, noch keinen festen Platz gefunden. Die Frage:“ Wo ist eigentlich…?“ fragt ständig irgendjemand. Und da auch ständig irgendjemand eine…









