„und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“- schrieb Hermann Hesse und natürlich war es ein gutes Gefühl endlich unterwegs zu sein. Andererseits gilt die Weisheit, dass man sich selbst immer mitnimmt natürlich auch für uns. Vielleicht gilt das für uns insofern sogar noch mehr, als dass wir nicht nur uns, sondern auch große Teile unseres Haushalts eingepackt haben. Dabei, musste ich feststellen, ist es ein ziemlicher Unterschied ob man für den Urlaub packt, oder ob alles das, was man jetzt, oder dann wenn es mal kalt ist, oder mal regnet, oder mal einer verarztet werden muss, oder dringend das Lieblingsessen gekocht werden soll, oder sogar irgendwie, irgendwann Geburtstagsmuffins auf dem Gaskocher entstehen sollen, eingepackt werden muss. Dementsprechend mehr Kram muss untergebracht werden und hat, trotz etwas mehr als einer Woche unterwegs, noch keinen festen Platz gefunden. Die Frage:“ Wo ist eigentlich…?“ fragt ständig irgendjemand. Und da auch ständig irgendjemand eine neue gute Idee hat, wo dieses oder jenes bleiben soll, lohnt es sich auch noch nicht so richtig sich den entsprechenden „Auffindeplatz“ zu merken….
Außerdem sind eine Reihe Umbauprojekte und die entsprechenden Werkzeuge mitgewandert und, dank Moritz` Einsatz, mittlerweile auf gutem Wege. So kommt unser Strom nun zuverlässig aus der Solarzelle und lädt über USB Stecker und Steckdosen mittlerweile auch die Geräte, die eigentlich mehr Spannung als die der Autobatterie haben möchten.
Was vor allem uns Großen immer wieder bewusst wird-auf wenig Platz verwandelt sich das mal eben liegen gelassene schnell in einen handfesten Saustall.
Ganz unabhängig von den tatsächlichen Dingen, die verräumt werden wollen, mussten und müssen sich natürlich auch die Routinen neu finden. Auch wenn das Leben im Camper nicht neu ist, gibt es doch, beim eigenen Schlafplatz angefangen und der Frage: „Wer wäscht eigentlich wo ab?“ jeden Tag neues zu diskutieren. Und muss man eigentlich vor 10 ins Bett obwohl Ferien sind?



