Archiv der Kategorie: Allgemein

Das letzte verlängerte Wochenende haben wir in Breslau verbracht. Wir hatten einen Parkplatz direkt an der Oder und am Freitag sogar das Glück, dass direkt auf der Promenade vor unserer Campertür ein Streetfoodfestival aufgebaut wurde. Das bedeute musikalische Begleitung bis tief in die Nacht, sicherte aber auch das Abendessen mit Panorama direkt vor der Tür.Breslau präsentierte sich uns als hippe Großstadt, die Gesichter und Sprachen aus allen Ecken Europas beherbergt, die sicher von über 100.000 Studenten profitiert, die einerseits eine wunderschön restaurierte Altstadt und unzählige Brücken, Kanäle, Parks, Promenaden und Bars am Wasser hat, andererseits aber auch noch viele Viertel und Straßenzüge, die so heruntergekommen sind, dass man die 80 Jahre alten deutschen Ladeninschriften über den Türen sieht. Gerade die richtige Mischung um schön, aber nicht unsympathisch zu sein ;). Wir haben die Schöne jedenfalls aus allen Perspektiven bewundert: In den Straßen, von der Spitze des Domes und mit dem…

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Auf dem Weg von Jelenia Góra nach Breslau haben wir, auf Angelikas Empfehlung hin, eine der drei Friedenskirchen angesehen, die zum Unesco Welterbe gehören. Entgegen meiner Erwartung handelte es sich nicht um einen Frieden des 20. Jahrhunderts, sondern um eine Vereinbarung, die im Rahmen des westfälischen Frieden nach dem 30-jährigem Krieg getroffen wurde. Die katholischen Habsburger mussten als Zugeständnis an ihre protestantischen Untertanen in Niederschlesien den Bau einer Kirche erlauben. Da sie diese eigentlich nicht haben wollten, gab es eine Reihe Schikanen, die beim Bau erfüllt werden mussten. So musste die Kirche eine Kanonschussweite außerhalb der Stadtmauern liegen, durfte nur aus vermeintlich vergänglichen Materialen wie Holz, Sand, Stroh und Lehm erbaut werden, durfte keinen Turm und keine Glocken haben und durfte die Bauzeit von einem Jahr nicht überschreiten. Die evangelisch-augsburgische Gemeinde hat mit einer Fachwerkkirche eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass trotz dieser Auflagen eine Kirche entstehen kann, die nun seit…

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Und obwohl ich wusste, dass wir und die Kinder beim Reisen lernen werden und Antworten viel besser im Kopf bleiben, wenn einem die Frage selber plötzlich unter den Nägeln brennt, hätte ich nicht damit gerechnet , dass wir so schnell mitten im Geschichtsunterricht sind. Aber wie soll man die Frage: “ Wenn der Uropa hier geboren und aufgewachsen ist, wieso sind wir dann nicht polnischstämmig?“ anders beantworten als damit, dass Hirschberg, oder Jelenia Góra, wie so viele andere Städte auch, Verhandlungsmasse eines verlorenen Weltkrieges gewesen ist. Und natürlich ergaben sich daraus noch unglaublich viele weitere Fragen, in deren Zusammenhang wir tief in unserer versteckten „Geschichtsunterrichtsschublade“ im Oberstübchen kramen mussten und auch einiges unseren eigenen Familiengeschichten zum Vorschein kam. Es war auf jeden Fall spannend, durch viele Orte zu fahren, die ich bisher nur als colorierte Zinkstiche aus dem „Alte Heimat“-Quartett meine Oma kannte. Zum Glück ist die Realität 2023 deutlich…

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Viel schönes haben wir in unserer ersten Woche gesehen, einzig negativ zu berichten ist wohl die Tatsache, dass es im südöstlichen Sachsen sehr wenig echte Campingplätze zu geben scheint. Ob nun wegen der begonnenen Sommerferien oder aus Prinzip sind diese leider dann auch noch voll und/oder sehr teuer. Stellplätze gibt es einige, wobei diese, im Gegensatz zu anderenorts, meist keine Versorgung-und Entsorgungseinrichtungen bieten und max.24h zu benutzen sind: letztlich einfach teure Parkplätze Aber wir wollten autarker sein und so wechselten wir Tag für Tag die Aussicht, wanderten auch mal über die Grenze nach Tschechien und haben bis an die Duschschmerzgrenze unser Ding gemacht. Dadurch haben wir aber auch viele Ecken dieser wunderschönen Gegend gesehen. Und überall waren die Leute nett und das Essen gut. 🙂 Zunächst aber urbanes Leben in Dresden: Der Zwinger ist aktuell eine große Baustelle und bei 31°C war die Besichtigungsmotivation der Mädchen eher gedämpft. Aber ein…

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„und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“- schrieb Hermann Hesse und natürlich war es ein gutes Gefühl endlich unterwegs zu sein. Andererseits gilt die Weisheit, dass man sich selbst immer mitnimmt natürlich auch für uns. Vielleicht gilt das für uns insofern sogar noch mehr, als dass wir nicht nur uns, sondern auch große Teile unseres Haushalts eingepackt haben. Dabei, musste ich feststellen, ist es ein ziemlicher Unterschied ob man für den Urlaub packt, oder ob alles das, was man jetzt, oder dann wenn es mal kalt ist, oder mal regnet, oder mal einer verarztet werden muss, oder dringend das Lieblingsessen gekocht werden soll, oder sogar irgendwie, irgendwann Geburtstagsmuffins auf dem Gaskocher entstehen sollen, eingepackt werden muss. Dementsprechend mehr Kram muss untergebracht werden und hat, trotz etwas mehr als einer Woche unterwegs, noch keinen festen Platz gefunden. Die Frage:“ Wo ist eigentlich…?“ fragt ständig irgendjemand. Und da auch ständig irgendjemand eine…

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Die Zeit wird immer knapper und meine To do liste immer größer mit samt Gepäck.👍

Im Ausland past schon Mal.😊 Dann jetzt der nächste Schritt. 🙂 1,2,…

Eisessen ist immer eine gute Vorbereitung……..aber: In Wirklichkeit waren es neben dem Eisessen ganz viele Stapel…das ganze Haus und irgendwie das halbe Leben musste in Stapel sortiert werden. Alles musste in „Muss irgendwie mit“, „Kann hier bleiben“, „Muss anderswo deponiert werden“ sortiert und dann irgendwie auch verräumt werden. Wobei eine meiner Theorien wäre, dass das `gestapelte Zuhause´ erheblich dazu beiträgt es so ungemütlich werden zu lassen dass der Abschied leichter fällt… … und dann musste ja irgendwie auch noch haltbar gemacht werden, was der abgetaute Gefrierschrank nicht mehr beherbergen konnte

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