Archiv des Autors: Alina

Noch während wir im Yellowstone Park waren, waren wir nicht ganz sicher, wann und wohin wir weiterfahren würden. Vor unserer Ankunft in dem USA hatten wir den Glacier Nationalpark in Montana an der kanadischen Grenze immer auf der Wunschliste. Nach vielen tollen Naturerlebnissen und sehr nah an unser Inklusivmeilengrenze von 3840 Meilen waren wir uns gar nicht mehr so sicher. Aber dann hat Moritz wieder näher recherchiert und herausgefunden, dass es von einst mehr als 80 Gletschern im Park heute noch ca. 25 gibt und dass diese vermutlich bis zum Jahr 2030 abgeschmolzen sein werden. Damit war irgendwie klar, dass wir da jetzt hin müssen. Dort war dann alles ganz anders, aber zunächst hatte ich noch eine andere Wunschliste. Zum besseren Verständnis der US-amerikanischen Kultur und dessen, was so typisch für die Menschen hier ist, hatte ich mir gewünscht irgendwo ein typisches Sportevent und im Westen ein Rodeo zu besuchen.…

Weiterlesen

Nun ging es weiter in Richtung Nordosten. Dadurch, dass wir die Strecke nach Wyoming in zwei langen Fahrtagen zurückgelegt haben kamen uns die Änderungen der Landschaft wie im Zeitraffer vor. Von den trockenen Ebenen am Great Salt Lake sind wir in Idaho in die Rocky Mountains hineingefahren. Hier gibt es große Nadelwälder, Flüsse und viele grüne Wiesen und Weiden. Da wir uns weiterhin in Höhen um 2000m üNN bewegten, sah man deutlich, dass der Frühling hier Anfang Juni erst zaghaft Einzug gehalten hatte. Worüber ich mich immer wieder freue sind die Weißkopfseeadler. Hatten wir vor 10 Jahren nur einen einzigen im Norden Californiens gesehen, begegnen uns nun immer wieder welche. Ich hoffe, das liegt nicht allein daran, dass wir nun im richtigen Lebensraum unterwegs sind. Aus Idaho bleibt mir ein Unwetter in Erinnerung, dessen Wind so stark war, dass wir und einige LKW gezwungen waren von der Autobahn abzufahren und…

Weiterlesen

Außerhalb des Great Basin Nationalparks ging es in Richtung Osten zunächst einsam weiter. Mit der Überquerung der Grenze nach Utah änderte sich zwar die Zeitzone, aber nicht die Landschaft. Im richtigen Licht kann auch ein Rastplatz in der Wüste glänzen. Salt Lake City hat, wie jede Hauptstadt eines US Bundesstaats, ein Capitol dessen äußere Erscheinung an das Capitol in Washington D.C. angelehnt ist. Wir wollten eigentlich nur mal gucken und sind dann in eine kleine Verabschiedungsparty für eine Statue geraten. Dr. Martha Hughes Cannon aus Utah, haben wir gelernt, war Ärztin, Frauenrechtlerin und 1896 die erste weibliche Senatorin in einem US Bundesstaat. Ihre Statue, die bisher vor dem Capitol in Salt Lake City stand wurde an diesem Tag in einem feierlichen Akt nach Washington verlegt um in einem Raum, in dem bisher nur männliche verdiente Amerikaner ausgestellt sind, die weibliche Seite der Politik zu repräsentieren. Bezeichnend, dass im Jahr 2024…

Weiterlesen

Der Yosemite Park stand als Wunschziel für diesen Reiseabschnitt ganz oben auf der Liste. Beim letzten Mal sind wir nur bis zur Eingangspforte gekommen. Anfang April lag damals noch so viel Schnee, dass der Park nur mit Schneeketten zu befahren war, die wir für unseren Mietcamper (noch) nicht hatten. Diesmal kamen wir aus Richtung Süden und hatten Glück, dass tags zuvor der Crane Flat Campground für die Saison eröffnet wurde. Allein dadurch hatten wir eine Chance noch einen Platz im Park reservieren zu können. Im Gegensatz zu früher werden die Plätze heute nicht mehr von den anwesenden Rangern nach dem ‚first come – first serve Prinzip‘ vergeben, sondern sind zentral über die reservation.gov Homepage buchbar. Auf dieser Homepage kann man alle Nationalparkcampingplätze in den USA, sowie alle weiteren erforderlichen Permits für die Nationalparks beantragen und bezahlen. Das ist wirklich praktisch – so lange man Internet hat. Empfangen wurden wir als…

Weiterlesen

Wenn man von Norden kommend immer dem Highway 101 am Meer entlang folgt, kommt man zwangsläufig irgendwann nach Californien. Auch wenn sich die Landschaft zunächst nicht ändert, an den Spritpreisen merkt man sofort, dass man in einem anderen Bundesstaat angekommen ist. Statt 4$ kostet die Gallone plötzlich 6,50$. Moritz hatte zum Glück vorgesorgt und die letzte Tankstelle Oregons angefahren um noch einmal vollzutanken. Da Californien ein riesiger Bundesstaat ist, mussten wir natürlich noch häufiger tanken, aber ein Stück weit hinein sind wir schon mal gekommen. Californien ist nach Alaska und Texas der drittgrößte Bundesstaat der USA und damit viel größer als Deutschland. Und auch wenn man bei uns gemeinhin vor allem an des Strandleben zwischen Los Angeles und San Francisco denkt (die Fahrt zwischen den beiden Städten dauert ca. 5 1/2Stunden über den schnellsten Weg), ist Californien vor allem Wald, auch Wüste, Landwirtschaft und die bis zu 3000 Meter hohen…

Weiterlesen

„Welcome to our Alaskan Airlines Flight from Kahului to Seattle. For most of us it means: Back to reality! But enjoy your flight anyway!“ So hat uns der Kapitän an Bord unseres Fluges von Hawai nach Seattle begrüßt. Für uns bedeutete es noch nicht wieder die Realität des normalen Alltags, aber auf gewisse Weise sind auch wir in Seattle wieder in der Realität angekommen. Unsere Realität eines ganz normalen wechselhaften Frühlingswetter in der nördlichen Hemisphäre. Nach zwei tropischen Wochen auf Hawai und zuletzt auch schwül warmen Tagen in Tokyo, kamen uns der kühle Wind und nächtliche 7°C reichlich frisch vor. Dann waren wir auch wieder drei Stunden näher an der europäischen Zeit und haben einen klitzekleinen Vorgeschmack auf den zu erwartenden Jetlag Ende Juni bekommen. Um 1.00 Uhr Ortszeit musste der Mietwagen abgeholt werden und wir haben nur gefroren und wollten ins Bett. Am folgenden Vormittag haben wir, noch mit…

Weiterlesen

Unsere zweite hawaianische Insel sollte Maui sein. Die kleine Propellermaschine, die zwischen den Inseln fliegt, auf die wir uns sehr gefreut hatten, wurde leider kurzfristig annulliert. Das Wetter war wohl zu schlecht. Zum Glück konnten wir auf eine andere Fluggesellschaft umgebucht werden und konnten mit einer größeren Maschine unseren wahrscheinlich kürzesten Linienflug allerzeiten antreten. Nach 30 Minuten war wir auf Maui und dank des Umbuchens am größten Flughafen der Insel. Das ersparte uns eine größere Mietwagenrochade, da wir von diesem Flughafen auch wieder abfliegen sollten. Schon nach Verlassen des Flughafens konnten wir feststellen, dass sich Maui von O’ahu unterscheidet. Kahului, die größte Stadt, ist wesentlich kleiner als Honolulu, hat keine Hochhäuser und erinnert mit ihrer großzügigen Ausdehnung in die Fläche an viele andere amerikanische Kleinstädte. Maui hat eine unglaublich abwechslungsreiche Landschaft und durch seine geographische Lage und die Höhenunterschiede 10 verschiedene Klimazonen. Ähnlich wie auf O’ahu gibt es eine ‚Wetterseite‘…

Weiterlesen

Fliegt man nach Hawai, egal ob von Ost oder West landet man mit größter Wahrscheinlichkeit nicht auf Hawai, auch Big Island genannt, sondern auf einer anderen Insel der Inselgruppe. O’ahu ist deutlich kleiner, ist aber am stärksten besiedelt und beherbergt mit Honolulu die Hauptstadt der Inselgruppe. Landet man in Honolulu merkt man relativ schnell, dass der Flughafen zwar klein und die Menschen recht entspannt sind, das es sich aber ansonsten um eine ganz normale amerikanische Großstadt handelt. Da wir uns entschieden hatten budgetfreundlich zu campen, führte die erste Fahrt zu Walmart, wo wir uns mit Zelt und Campingequipment ausgestattet haben. An der Nordostküste von O’ahu haben wir dann auf dem Grundstück von Michael zwischen Mangobäumen, Bananenstauden und ganz vielen Hühnern unser Zelt zum ersten Mal aufgebaut. Für alle, die länger bleiben hat er vorgesorgt. Man darf unter der Zirkusplane aufbauen, falls es Regen gibt. Wir merkten ziemlich schnell, dass dieses…

Weiterlesen

Ich wollte an mehreren Stellen schon vom Essen und Einkaufen in Japan berichten und habe irgendwie nicht die passende Stelle gefunden um fließend zu berichten. So bekommt dieses Thema nun einen eigenen kleinen Beitrag. Wir haben, soweit es möglich war, wieder viel selbst gekocht. Angesichts des Angebots in Supermärkten und kleinen 7-11 Märkten o.ä. haben wir aber deb Eindruck gewonnen, dass es viele Japaner anders halten. Schon in Südostasien hatten wir ja den Eindruck, dass die Leute eher in die Garküche gehen als selber zu kochen. Hier scheint das ähnlich zu sein, nur gibt es keine Garküchen. Es gibt, wie in westlichen Großstädten auch, viele Restaurants, die hier vor allem Nudelgerichte, bzw. -Suppen anbieten. Udon, Ramen, Soba etc. Und Mc Donalds und Co haben es auch bis hierher geschafft. Das besondere aber sind die endlosen Theken mit vorportionierten Convienintgerichten in jedem Laden. In den großen, gut sortierten Supermärkten beanspruchen sie…

Weiterlesen

In Tokyo angekommen sind wir unweit vom Zentrum, insoweit man das bei 8km Luftlinie und einer der größten Metropolregionen der Welt sagen kann, in einer Ferienwohnung untergekommen. Ähnlich wie in Kyoto, waren hier in zweiter Reihe hinter den Hochhäusern kleinere Mehrfamilienhäuser. Dann enden die Gemeinsamkeiten aber auch schon fast. Der Autoverkehr kommt zwar auch hier nahezu ohne Hupe aus, ist aber deutlich dichter und in der Rushhour war Stau angesagt. Um zu Fuß zu gehen sind die Entfernungen viel zu groß. Im Gegensatz zu Bangkok funktioniert der ÖPNV hier aber völlig reibungslos und ist per Google Maps in Echtzeit gut zu bewerkstelligen. Man kann entweder eine ICard kaufen, die in allen Großstädten Japans ähnlich wie eine alte Telefonkarte von einem vorher aufgeladenen Guthaben abbucht. Oder man kauft ganz klassisch Einzeltickets mit Bargeld am Ticketautomaten. Beim Anstehen in der Metro sieht man, dass die Japaner unaufgeregte Meister im Schlange stehen sind.…

Weiterlesen

10/64