Chalkidiki, Thessaloniki oder „closed for season“

Chalkidiki, Thessaloniki oder „closed for season“

Nun habe ich seit einer Weile schon keinen neuen Beitrag mehr geschrieben. Das lag einerseits daran, dass wir in den letzten zwei Wochen unseren „Umzug“ vom Camper zum Rucksack bewerkstelligen mussten und andererseits an einem, wenn auch unfreiwilligen, Kennenlernen des griechischen Gesundheitssystems. Dieses hat, zumindest in den Teilen und bei den Kollegen, die wir kennengelernt haben, sehr gut und erstaunlich zügig und unkompliziert funktioniert. Wenn nun auch noch die Versicherung trägt, bin ich vollkommen zufrieden. Zum Glück sind alle auch wieder (fast) vollständig fit und wir nun eben mit einem Blinddarm weniger und einer Glutenunverträglichkeit mehr unterwegs. Wir haben heute schon überlegt, ob wir in einer neuen Kategorie glutenfreie Restaurants und Bäckereien around the World empfehlen….Mal sehen, was wir noch alles entdecken.

Herausfordernd war es auf jeden Fall das Gepäck so zusammenzupacken, dass von allen Sachen aus dem Camper letztlich nur zwei große und fünf kleine Rucksäcke übrig geblieben sind…plus ein oder zwei Plastiktüten. Das hat Moritz und mich einige Nerven gekostet und die nächsten Wochen werden zeigen, wie schlau unsere Auswahl tatsächlich ist. Ebenso aufwendig war es den Camper komplett auszuräumen, mal richtig zu putzen um auch den letzten Staub Kappadokiens aus den Schränken und die dicke Dreckkruste aller Dirtroads vom Unterboden zu bekommen. Aber nun ist es geschafft und unser zu Hause auf vier Rädern nordwärts unterwegs gen Heimat.

Moritz schrubbt und repariert

derweil liegt die Ferienwohnung voll mit Wäsche in allen Stadien von Sauberkeit und überall finden sich die Stapel von „muss mit“, „kann weg“ und „keine Ahnung wohin damit“

Zum Glück haben wir nicht nur gewaschen und geputzt, sondern auch noch Zeit zum Baden und Genießen gehabt. Nachdem es einige Tage lang erstaunlich kühl war und sogar geregnet hat, ist es dann tagsüber doch meist wieder schön geworden. Und obwohl wir uns im Temperaturempfinden den Südeuropäern ein kleines bißchen angenähert haben, waren 24°C Luft- und 20°C Wassertemperatur für uns gerade noch ausreichend um ins Meer zu gehen. Den meisten Griechen ist es definitiv zu kalt. Wobei ich ehrlich zugeben muss, dass nur die Überzeugung meinen inneren Norweger nicht zu verlieren mich ins Wasser gebracht hat. Aber wie immer- wenn man erstmal drinnen ist, geht’s 😉

Im Moment kann man Griechen und Touristen auch sehr einfach voneinander unterscheiden-nur die einen tragen noch kurze Hosen.

Der Regen bewahrt meine Jeans davor ungetragen die Heimreise anzutreten und lässt uns Thessaloniki erstmal grau kennenlernen

Unsere Ferienwohnung zum Umräumen lag in Chanioti in der Gegend Chalkidiki. Diese Halbinseln sind DAS Gebiet, in dem die Menschen aus Thessaloniki ihre Ferienhäuser haben. Aber auch hier sah man, dass es den Griechen mittlerweile zu kalt ist. Nach dem 15.Oktober heißt es fast überall „closed for season“. Nur in den größeren Orten haben wir noch geöffnete Lokale gefunden und heruntergelassene Rollläden waren das häufigste Bild. Das hat uns nicht gestört, die geöffneten Lokale waren fein und die zusammengepackten Stühle haben mitunter ihren eigenen Charme.

Der Strand und das Meer sind trotz allem, oder gerade deshalb, herrlich gewesen und wir haben unsere neuen Schnorchel ganz begeistert ausgenutzt.

inspiriert von antiken Mosaiken haben wir dort auch unsere eigenen gelegt

In Afitos haben wir dann doch noch einiges geöffnet und zudem einige herrliche Aussichten vorgefunden

zurück in Thessaloniki und ganz ohne Camper haben wir vor allem das Krankenhaus von innen gesehen und von dort aus auch über die Dächer der Stadt. Unser Aufenthalt dort traf mit einem wichtigen griechischen Feiertag zusammen. Am 28. Oktober feiert man die Unabhängigkeit vom osmanischen Reich mit großen Militärparaden. Die größte findet jedes Jahr in Thessaloniki statt und wir konnten, zumindest Teile davon, vor unserer Abfahrt bestaunen. Bei allerbestem Wetter war die ganze Stadt auf den Beinen und hat den Düsenjägern beim Loopingfliegen zugeschaut.

Eine symphatische Stadt mit ganz viel shabby Charme

1 Kommentar

Es kommen ganz liebe Grüße von allen Blauen Kindern. Wir freuen uns sehr, das wir immer wieder Post von Anna bekommen😍
Es so spannend, was es hier auf eurem Block zu lesen gibt.
Liebe Grüsse von Frau Mundt ☺

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