Auf unserem Weg weiter Richtung Süden hatten wir den Flughafen in Singapore als Startpunkt ausgewählt. Die Einreise von Malaysia nach Singapore gelang aus der südlichen Grenzstadt Johor Baru in Sichtweite über den Fluss einfach mit dem Bus. Die Ausreise ist im Busterminal auf der Festlandseite, dann geht es mit dem Bus über die Brücke und auf Singapore Seite zu Fuß durch die Einreise um dann mit dem nächsten Bus ins Zentrum. Das machen jeden Tag ca. 400.000 Pendler in beide Richtungen, da die malaysische Stadt (noch) deutlich geringere Lebenshaltungskosten aufweist als Singapore. Für jeden Tag wäre es mir zu lang, aber mit ca.einer Stunde war das Procedere als Grenzübergang einer unser problemlosesten und zügigsten.
Singapore ist ein teures, aber ziemlich spannendes Pflaster. Aus budgettechnischen Gründen sind wir deshalb auch statt der ursprünglich geplanten fünf Nächte nur zwei geblieben. Die haben wir aber gut ausgenutzt. Unser Hotel war in der Arab Street. In der näheren Umgebung gab es viele Dönerläden und arabische Restaurants. Da war einiges aus Ägypten vertraut. Einen Kilometer und zwei große Blocks weiter war man plötzlich mitten in Indien und Musik, Hindu Tempel und Restaurants waren denen in Nepal ähnlich. Plötzlich mussten wir vor dem Betreten des Tempels wieder die Schuhe ausziehen und sie zu den 100en anderen auf den Bürgersteig stellen. Am Fluss entlang ging es in Richtung Chinatown und nun fühlten wir uns wieder wie in Südostasien. Downtown am Wasser stehen auf neu aufgeschüttetem Land unglaublich viele Wolkenkratzer und riesige Shoppingmalls. Wir waren lieber nicht einkaufen, sondern haben uns nur an der allabendlichen Lightshow und dem großen Park ‚garden by the bay‘ erfreut. Und wenn ich schon in Malaysia dachte: „überall Englisch“, dann war es hier noch viel stärker ausgeprägt. Alle offiziellen Schilder sind auf Englisch. Das ist auch die offizielle Verkehrssprache, was nicht heißt, dass nicht an jeder Ecke eine andere Muttersprache zu hören ist.
Auch in Singapore haben Künstler in den letzten Jahren angefangen große Wandbilder zu malen und so waren wir auch hier wieder auf der Suche nach dem schönsten Bild.
Unser großes Highlight war außerdem das erste richtige Kugeleis seit Griechenland! Denn das haben wir uns, ganz im Sinne von Cook it, peel it or forget it, bis hierher verkniffen. Wobei die Wahrheit eher ist, dass ich es zwischendurch verboten habe. Aber toi, toi, toi, immerhin hat uns diesbezüglich auch keine Krankheit heimgesucht!
Um die Arab Street













Little India










Modernes Singapore








Singapore hat von allem etwas und für jeden etwas zu bieten. Für uns war es ein guter vorläufiger Abschied aus Asien und ein Übergang ‚zurück‘ in die westliche Welt.

Und wann wird man schon mal so verabschiedet…


