Nach einigen ruhigen Tagen auf einem wunderschönen Bauernhof-Campingplatz in der niederen Tatra in der Slovakei sind wir, mit einem Zwischenhalt zum Treffen von Freunden in Budapest, über Ungarn weiter nach Rumänien gefahren. Die erste positive Überraschung waren die guten Straßen. Nachdem in Ostungarn auch die Fernstraßen gruselige Schlaglochpisten waren, fiel uns in Rumänien als erstes der gute Straßenbelag selbst innerorts auf. Zum Glück hatte der Camper vor der Abreise noch neue Blattfedern bekommen. Wir waren dankbar und das Geschirr in den Schränken ebenfalls. Zunächst haben wir in Baile Felix, oder Felixbad Station gemacht, einem kleinem Badeort,der aufgrund von Thermalquellen (fast) mehr Schwimmbäder als Einwohner hat. Dafür kommen sehr viele Touristen um eben diese Quellen zu „bebaden“. Das scheint in Westrumänien, aber auch Ostungarn beliebt zu sein. Mit dem Apollo Strand Bad haben wir uns dann auch die Deluxe Variante eines Freibads ausgesucht. Wobei das vor allem daran lag, dass dies den einzig geeigneten Parkplatz für unser großes Auto bot. Im Bad steht Sonnenliege an Sonnenliege, Musik spielt, es gibt Souvenirshops und man kann von Sahnetorte bis zu frisch gegrillten Steak alles Erdenkliche zu essen kaufen. Mehr als 10 verschiedene Becken in unterschiedlichen Thermalwassertemperaturen, Wellenbad und 5 Rutschen lieferten uns ‚Stoff‘ für einen ganzen Tag im Freibad. Das hatten wir großen lange nicht. Was uns dort,aber mittlerweile auch an vielen Stellen in Rumänien auffällt sind die Baustellen. Viel wird gerade renoviert,saniert oder neu gebaut. Oft stehen die bröckelnden Ostblockbauten aus den 70ziger/80ziger Jahren neben modernen Glasbungalows. Es ist manchmal, als hätte 40 Jahre lang keiner die Kelle in die Hand genommen. Eine schöne Besonderheit im Kurpark von Felixbad sind riesige Seerosen,die aufgrund des Thermalwassers hier endemisch sind.





Nach dem Schwimmbadtag sind wir weiter in eine Wanderregion gefahren. Das zog sich unerwartet lange hin. Das lag nicht an den Straßenverhältnissen sondern an der Tatsache,dass unser Wandergebiet, das Padis Plateau, auf ca. 1500m im Apuseni Nationalpark liegt. Es ist zum Teil nur über eine Serpentinen Singeltrack Road zu erreichen war. Als uns der LKW entgegen kam war ich sehr froh, dass Moritz im Camper schon so viel Balkanerfahrung hat. Auf der Hochebene angekommen mussten wir ein bißchen suchen bis wir das erste Mal einen freien Stellplatz mitten in der Natur gefunden hatten. In der ersten Nacht hat es kräftig gewittert und gewindet und das Thermometer ist das erste Mal seit der Abfahrt deutlich unter 30° gefallen. So startete die Wandervorbereitung am Morgen mit der Frage:“ Habe ich eigentlich Socken eingepackt?“. Haben wir und so konnten wir über die Hochebene wandern. Von den bimmelnden Schafherden und ihren riesigen Herdenschutzhunden haben wir respektvoll Abstand gehalten. Tolle Aussichten ins Tal gab es trotzdem. Und die halbwild gehaltene Pferdeherde, die wir unterwegs aus der Ferne bewundert haben, hat uns am nächsten Morgen buchstäblich aus dem Schlaf geholt. So ein Camper wackelt ganz schön wenn er mit dem Kratzbaum verwechselt wird….














Liebe Reisenden, es macht soviel Spaß, eure Reisebeitrãge zu lesen und euch quasi zu begleiten. Ich bin ein bekennender Fan 😊 viele liebe Grüße von Petra Mundt aus der Kita. Bitte einmal Anna von mir drücken☺