El Gouna und Kairo – Ying und Yang

El Gouna und Kairo – Ying und Yang

Nach aufregenden, eindrucksvollen und anstrengenden Tagen in Oberägypten haben wir eine Pause für Körper und Geist in El Gouna am roten Meer eingelegt. Hierbei handelt es sich um eine, als gated community angelegte, Feriensiedlung nach europäischem Vorbild in der Nähe von Hurghada. Und wenn der, im Rahmen der Buchung, vorgelegte Paas akzeptiert ist, kann man sich indiesem Ort tatsächlich entspannt und sicher bewegen. Allerdings merkt man in diesem Ort (fast)nur an der Währung im Supermarkt und den arabisch sprechenden Kellnern dass man in Ägypten ist. Leider war das auch so ziemlich der einzige Ort, an dem wir dezidiert glutenfreie Lebensmittel kaufen konnten. Selbst in Kairo half auch die arabische Übersetzung nicht und es war nahezu unmöglich glutenfreies Essen zu bekommen, das wir nicht selber gekocht haben. Vielleicht ist das in einigen all inklusive Anlagen anders. Ansonsten können wir für Menschen mit Zöliakie eine Reise nach Ägypten nur sehr eingeschränkt empfehlen.

Von Luxor nach El Gouna ging es mit dem Bus

In El Gouna gab es nur Sonne, Wind, lesen, schwimmen, riesige Yachten in den Marinas angucken und einen Tag lang schnorcheln

Zum Abschluss unserer Zeit in Ägypten stand Kairo auf dem Programm. Auch nach Kairo konnten wir problemlos und sehr komfortabel (extra breite Sitze und Fernseher- die Minions auf arabisch) mit dem Reisebus fahren.Das einzige Problem war die eiskalt eingestellte Klimaanlage. Vor dem Fenster braute sich ein kleiner Sandsturm zusammen.

Bei der ersten Ankunft in Kairo konnten wir ja nur einen kleinen Blick von Weitem auf die Pyramiden erhaschen. Nun wollten wir sie auch von Nahem anschauen und das ägyptische Museum durfte auch nicht fehlen. Leider wurde uns unsere Unterkunft 3 Stunden vor Ankunft storniert, so dass wir uns auf der Busfahrt intensiv auf die Suche nach etwas anderem machen mussten. Leider haben wir nichts mehr in Downtown bekommen und sind wieder in Gizeh gelandet. Fußläufig zu den Pyramiden, aber für alles andere brauchten wir Taxen. Besonders war allerdings dass unser Hotel in einer Seitenstraße lag an deren zentraler Grünfläche viele Kutschen, Pferde und Dromedare „geparkt“ wurden, die tagsüber Touristen um und zu den Pyramiden kutschieren. Es ist schon sehr speziell wenn man beim Betreten der Straße aufpassen muss nicht von einem Dromedar überrannt zu werden. Abends rennen auf der großen Einfallstraße nach Gizeh die Pferde im gestreckten Galopp um mit dem Verkehrsfluss mithalten zu können. Wir haben allerdings auch wieder gesehen, dass die Tiere für die meisten ihrer Besitzer ein Arbeitsgerät, ein Mittel zum Verdienst sind und nur sehr unzureichend versorgt, teilweise sogar misshandelt werden. Einige wenige waren gut im Futter und glänzend im Fell. Wir haben uns trotzdem entschieden diese Art der Haltung nicht zu unterstützen und sind gelaufen.

In den Straßen von Kairo

Zunächst aber das ägyptische Museum, das demnächst in einen tollen Neubau umziehen wird. Noch ist es in der Nähe des Tahirplatzes und irgendwie in sich schon eine Attraktion. Es wurde 1897 eröffnet und die Exponate werden größtenteils noch in den gleichen Schaukasten präsentiert wie damals.

Eine weitere Erkenntnis dieses Museumsbesuchs war, dass es mitnichten nur die eine goldene Totenmaske gibt, sondern dass auch von einigen weiteren Pharaonen solche Masken gefunden wurden. Deren weitere Grabbeigaben waren allerdings nicht so eindrucksvoll wie die von Tutenchamun. Leider durfte man keine der Masken fotografieren 😞 .

Vom ägyptischen Museum aus haben wir uns über den Tahirplatz, durch Downtown auf den Weg ins islamische Kairo gemacht. Wir sind durch unfassbar volle Bazare, über Märkte und durch laute Straßen gegangen. Im Verkehr zählt in Kairo nur Ankommen. Einige der wenigen Städte in denen selbst Moritz sagt, dass er lieber nicht selber fahren würde. Die Hupe ist im Dauerbetrieb und Licht dient meist nur dazu, anderen Verkehrsteilnehmern mitzuteilen, dass sie gerade zu langsam fahren und/oder überholt werden. Einer unserer Taxifahrer ist über mehrere Kilometer gegen die Richtung einer vielbefahrenen Einbahnstraße gefahren. In unsere Richtung war Stau. Um dann rückwärts über den Bushof und einen Markt zu schieben und quer zur Kreuzung zu drehen und dann wieder auf unserer eigentlichen Straße zu enden.

Auf dem Tahir

Vorbei an den Gründerzeitbauten des europäischen Kairos der vorletzten Jahrhundertwende

Im muslimischen Viertel

Und dann, an Charlottes und meinem letzten Tag endlich die großen Pyramiden.

Nach etwas Ellenbogeneinsatz am Eingang um die vordrängelnden, selbsternannten Tourguides nicht vorbeiziehen zu lassen ging es erstaunlich schnell und plötzlich standen wir vor der Sphinx. Diesmal haben wir bei den Quatschfotos der anderen mitgemacht und hatten, neben dem Besuch einer Pyramide von innen, viel Freude daran die Pyramiden „hochzuheben“.

In der Pyramide

Und noch mehr Quatschfotos vom Aussichtsspunkt

Und noch ein paar schöne Eindrücke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert