Grand Teton und Yellowstone Nationalpark – „Wir haben so ein Tierglück!“

Grand Teton und Yellowstone Nationalpark – „Wir haben so ein Tierglück!“

Nun ging es weiter in Richtung Nordosten. Dadurch, dass wir die Strecke nach Wyoming in zwei langen Fahrtagen zurückgelegt haben kamen uns die Änderungen der Landschaft wie im Zeitraffer vor. Von den trockenen Ebenen am Great Salt Lake sind wir in Idaho in die Rocky Mountains hineingefahren. Hier gibt es große Nadelwälder, Flüsse und viele grüne Wiesen und Weiden. Da wir uns weiterhin in Höhen um 2000m üNN bewegten, sah man deutlich, dass der Frühling hier Anfang Juni erst zaghaft Einzug gehalten hatte. Worüber ich mich immer wieder freue sind die Weißkopfseeadler. Hatten wir vor 10 Jahren nur einen einzigen im Norden Californiens gesehen, begegnen uns nun immer wieder welche. Ich hoffe, das liegt nicht allein daran, dass wir nun im richtigen Lebensraum unterwegs sind.

Aus Idaho bleibt mir ein Unwetter in Erinnerung, dessen Wind so stark war, dass wir und einige LKW gezwungen waren von der Autobahn abzufahren und in der Benauung Windschutz zu suchen. Das nachfolgende Gewitter haben wir nachts an einem kleinen Fluss in einem schmalen Tal gut verbracht. ‚Gewitter reinigt die Luft‘, und so war der Himmel strahlend blau als wir am folgenden Tag in Jackson, Wyoming angekommen sind. Jackson liegt am südlichen Eingang des Grand Teton Nationalpark und ist ganz auf die Nationalparktouristen eingestellt. Seit einer großzügigen Landschenkung der Familie Rockerfeller gibt es ein weiteres Schutzgebiet zwischen dem Grand Teton Nationalpark und dem nördlich gelegenen Yellowstone Park. Daraus entsteht ein riesiges zusammenhängendens Schutzgebiet, das Platz für große Hirsch- und Bisonherden bietet.

Jackson, eine sehr hübsche kleine Stadt, die ihr Western Image pflegt.

Der erste Blick auf Bergkette, die dem Park seinen Namen gibt durch die Scheiben des Visitor Center:

South Teton, Middle Teton, Grand Teton und Mount Owen

Zunächst haben wir eine kleine Runde in der Nähe der Elk Meadows unternommen. In den Feuchtwiesen in der Senke des Snake River leben viele Elche und wir hatten direkt richtiges Glück: Neben dem Parkplatz wateten zwei Elche durch den Fluss.

Unser Stellplatz lag etwas außerhalb des Parks im National Forest und hat uns abends einen tollen Blick auf den Sonnenuntergang hinter den Bergen gewährt.

Am folgenden Tag haben wir eine Wanderung um den Jenny Lake gemacht. Diese gilt als einer der beliebtesten Wanderung des Parks. Dabei starten die meisten Wanderer allerdings am Visitor Center, gehen halb um den See herum und lassen sich dort von einem Ausflugsboot wieder über den See zurück zum Ausgangspunkt bringen. Wir haben unsere Wanderung am entgegengesetzten Ufer des Sees begonnen und konnten somit einen guten Teil des Weges in Ruhe für uns alleine gehen. Wir hatten wieder großes ‚Tierglück‘, wie Charlotte sagt, und haben neben der tollen Aussicht auf den See auch ein Murmeltier, einige Elche von ganz nah und ganz zum Schluss auch noch einen jungen Schwarzbären gesehen.

Und dann der Yellowstone Nationalpark. Der allererste Nationalpark der USA und aus so vielen verschiedenen Gründen schützenswert. Einerseits seine an vielen Stellen zutage tretende Geothermalaktivität und sein geologischen Formationen, andererseits seine besondere Tierwelt. Er ist so groß, dass man wahrscheinlich hunderte Male herkommen könnte und immer noch etwas Neues, schönes entdecken könnte. Wir haben uns diesmal auf die touristisch am meisten erschlossenen Bereiche und die Highlights des Parks begrenzt. Auch, wenn die Bergwelt des Grand Teton Nationalparks spektakulärer ist (Pia gefällt dieser Park am besten von allen Nationalparks, die wir gesehen haben) hat mich der Yellowstone Park in seiner Vielfalt und seiner Schönheit begeistert.

Von Süden her kommend haben wir zunächst im Geothermalgebiet West Thumb am Ufer des Yellowstone Lake Halt gemacht.

Und dann das Gebiet um den Old Faithful. Er ist bei weitem nicht der einzige Geysir in diesem Geothermalgebiet. Wir sind den ganzen Tag über Wanderwge auf Stegen von einer Besonderheit zur nächsten gelaufen. Er ist aber derjenige dessen Eruptionen sich am präzisesten vorhersagen und durch die Häufigkeit ( jede Stunde einmal) am besten vermarkten lassen.

Alle warten darauf dass er endlich loslegt.

Und dann hat uns auch noch ein Bisonbulle, ganz Yellowstoneklischee, den Gefallen getan mitten durch die Geysire zu laufen!

Zum Abschluss des Tages noch die ‚Grand Prismatic Spring‘ , die man, wie wir feststellen mussten, nur vom gegenüberliegenden Hügel aus richtig sehen kann.

Die Tierwelt des Yellowstone Nationalparks sieht man am besten im nordöstlich gelegenen Lamarvalley. Auf dem Weg dorthin haben wir noch am Grand Canyon des Yellowstone River Halt gemacht. Da die Tiere aber nur am frühen Morgen zu sehen sind, blieb uns am Canyon leider nicht so viel zeit. Ich wäre dort gerne etwas länger gewandert, denn die Aussicht und die wechselnden Ansichten im Licht des frühen Morgen waren schon bei dieser Stippvisite spektakulär.

Das Frühstück gab es dann im Lamar Valley mit Aussicht auf die großen Bisonherden. Einige Weißwedelhirsche und Prlnghorn Antilopen konnten wir auch entdecken. Der Reiseleiter, einer benachbarten stehenden Naturkundegruppe, hat uns dann über sein Spektiv noch Kojotenwelpen vor ihrem Bau eingestellt und der Tag war perfekt!

Und weil man immer dann anhalten muss wenn alle anderen auch anhalten, ‚wildlife jam‘ nennen das die Ranger, haben wir auch noch eine Schwarzbärenmutter mit ihren beiden Jungen noch gesehen.

Zum Abschluss haben wir dann noch die Travertinterrassen in Mammoth Hot Springs ganz am nördlichen Ende des Parks besichtigt.

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